Auch bei Kurz-Halt gilt Handy-Verbot am Steuer

3. Januar 2006

Nürnberg (ddp.djn). Ein Autofahrer darf sein Handy auch dann nicht ohne die vorgeschriebene Freisprecheinrichtung benutzen, wenn er sein Fahrzeug kurzzeitig angehalten hat - etwa vor einer roten Ampel. Dies entschied das Oberlandesgericht Celle. Das besondere Gefährdungspotenzial, das durch die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen beim Benutzen eines Mobiltelefons im fahrenden Auto entstehe, verschwinde nicht bei nur kurzfristigem Halten - ganz im Gegenteil. «Nach dem Wortlaut der Straßenverkehrsordnung hätte der Mann sein Mobiltelefon im Auto dann - und nur dann - benutzen dürfen, wenn das Fahrzeug an der Kreuzung beim Telefonieren sowohl gestanden hätte als auch der Motor ausgeschaltet gewesen wäre», erläuterte Rechtsanwalt Stefan Specks von der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) in Nürnberg die richterliche Entscheidung. Dass dies hier der Fall gewesen sei, habe der betroffene Autofahrer dem Gericht aber nicht vorgetragen. Und eine solche Darstellung wäre nach Meinung der Celler Richter auch recht lebensfremd gewesen.(AZ: 211 Ss 111/05)

(Quelle:ddp.djn/nom/hoe )

 

"Bei Angst vor Handy-Strahlen Kopfhörer benutzen"

Stiftung Warentest: Belastung trotz zehnjähriger Erfahrung mit Mobilfunknetzen nicht bestätigt

20. Dezember 2001

Von Dietmar Mueller / mit Material von AFP

Der Verdacht, dass Funkstrahlen aus dem Handy krank machen, hat sich nach Angaben der Stiftung Warentest trotz zehnjähriger Erfahrung mit Mobilfunknetzen nicht bestätigen lassen. Gleichwohl lasse sich aber noch keine generelle Entwarnung geben, teilte die Verbraucherorganisation mit.

Sie empfiehlt daher vorsichtshalber, die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Dazu könne ein so genanntes Headset mit Kopfhörer und Mikrofon benutzt werden. Auch in geschlossenen Räumen, wie einem Fahrstuhl oder einem fensterlosen Keller sollte nicht telefoniert werden, weil das Handy dann automatisch immer auf volle Sendeleistung schalte.

Bei der Frage nach möglichen Gesundheitsschäden werden der Stiftung zufolge in der Wissenschaft zwei Aspekte untersucht. Das eine ist die geringfügige Erwärmung von Körperzellen durch eindringende Mikrowellen. Wegen des bestehenden Grenzwertes sei dieser Effekt aber so klein, dass Schädigungen nach dem derzeitigen Erkenntnisstand ausgeschlossen werden könnten.

Unklar sei dagegen die Wirkung, die dadurch entsteht, dass Handys nicht gleichförmig, sondern mit 217 Funkblitzen pro Sekunde senden. Ein Einfluss dieser Blitze auf Körperzellen und das Gehirn sei wissenschaftlich belegt, schädliche Auswirkungen bisher aber nicht bewiesen, erklärte die Stiftung.

Kontakt:
Stiftung Warentest, Tel.:
030/2631-0

(Quelle: ZDNet.de News)

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Stichwort Elektrosmog

Wahrnehmbar ist er vom Menschen nicht - jedenfalls nicht bewusst. Doch seit Elektrosmog in den siebziger Jahren verstärkt öffentlich thematisiert wurde, sorgt diese Begleiterscheinung der Elektrizität für heiße Diskussionen. Dabei ist der Begriff zunächst verwirrend, hat doch der «Smog» aus der Steckdose nichts mit der abgasverpesteten Luft sommerlicher Großstädte gemein. Hinter dieser technischen Spielart der Umweltbeeinflussung verbirgt sich stattdessen «die mögliche gesundheitliche Auswirkung von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern», erklärt Olaf Schulz vom Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter (Niedersachsen) die Begrifflichkeit.

Viele Menschen fürchten, dass der Elektrosmog - ähnlich wie sein luftverschmutzender Namensvetter - gesundheitliche Probleme bereitet. Experten zufolge ist zwischen zwei Arten von Strahlung zu unterscheiden: den niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern, die von Leitungen und Geräten wie Waschmaschine, Staubsauger und Geschirrspüler ausgehen, sowie den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, die beispielsweise aus Handys strahlen.

«Elektrische Geräte erzeugen Wechselfelder und aus diesen können bei elektrosensiblen Personen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Allergien oder allgemeine Immunschwäche resultieren», beschreibt Joachim Gertenbach vom Bundesverband gegen Elektrosmog aus Wuppertal die Symptome. Zudem warnt er vor «Langzeitschädigungen durch elektromagnetische Strahlung». Schließlich schreiben manche Fachleute auch schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs dem Elektrosmog zu, doch wissenschaftlich fundierte Beweise dafür gibt es bislang nicht.

Ein kausaler Zusammenhang «zwischen Krankheitsbildern und elektromagnetischen Feldern ist gegenwärtig keineswegs erwiesen», gibt das Bundesamt für Strahlenschutz angesichts vorschneller Urteile zu bedenken. Doch nimmt man auch dort die Lage angesichts von Berichten aus der Bevölkerung, die von gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern berichten, durchaus ernst.

Wenngleich die Wissenschaft die schädlichen Wirkungen des Elektrosmogs bisher weder beweisen noch widerlegen konnte, reichen Olaf Schulz «die bestehenden wissenschaftlichen Unsicherheiten» aus, um zur Vorsicht zu mahnen. Aus diesen Gründen empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz «unnötig hohe Felder zu vermeiden». Hinsichtlich niederfrequenter Felder wie im Haushalt, heisst das vor allem, Abstand zu halten, beispielsweise zwischen einer Elektroheizung und dem Kinderbett.

Zahlreiche Menschen sorgen sich aber vor allem über hochfrequente Strahlung, die von Handys und Mobilfunktürmen ausgeht. «Das Telefonat mit dem Handy sollte so kurz wie möglich gehalten werden», lautet hier der Rat von Olaf Schulz. Einen zusätzlichen Schutz vor hoher Strahlenkonzentration kann auch ein Headset bieten, nimmt doch «mit der Entfernung zur Handyantenne die Strahlung rapide ab», so Schulz.

Fast alle Menschen sind im Laufe eines Tages den unterschiedlichsten hoch- und niederfrequenten Feldern ausgesetzt, ohne dass es sie stört. Einige Personen, die sich selber als elektrosensibel bezeichnen, schreiben diesen Feldern jedoch gesundheitliche Beeinträchtigungen zu und zwar bereits bei Intensitäten, wie sie stets und ständig im Alltag anzutreffen sind.

Dieter Küsters vom Umweltanalytikbüro Biolog aus Münster erläutert dazu: «Strahlenfelder niedriger Frequenzen bis 50 Hertz Wechselstrom können störend wirken» und ergänzt, dass «mit zunehmender Elektrifizierung auch die Anzahl der künstlichen Quellen von elektromagnetischen Feldern steigt.» Dieser Umweltfaktor, dem Mensch und Tier Tag für Tag ausgesetzt sind, könne mitunter problematisch sein. Der Sachverständige nimmt Messungen in Haushalten vor und gibt Sanierungsvorschläge, die Abhilfe vom Elektrosmog schaffen sollen.

«Besonders der Schlafplatz ist entscheidend, verbringt man doch hier einige Stunden ohne sich im Raum zu bewegen», erläutert der Experte. Daher rät er erkrankten Personen, die ihre Beschwerden dem Elektrosmog zuschreiben, «Elektrogeräte weitgehend aus dem Schlafzimmer zu verbannen». Doch selbst «Stromleitungen in der Wand können schon störend wirken», weiß der Sachverständige für Innenraumschadstoff aus praktischer Erfahrung. Küsters rät daher neben «Netzfreischaltern, die am Sicherungskasten angebracht werden und selbst unter Putz liegende Leitungen vollends strahlenfrei machen» auch zu Abschirmmaßnahmen wie spezielle Tapeten, Fliesen oder leitfähigem Anstrich auf der Wand.

Ob oder ab welcher Intensität durch die Strahlung jedoch gesundheitliche Konsequenzen zu befürchten sind, ist bislang umstritten und wird in diversen Studien untersucht. Das Bundesamt für Strahlenschutz stützt sich unterdessen auf den wissenschaftlichen Erkenntnisstand sowie das Prinzip der Vorsorge. «Die bestehenden Grenzwerte schließen die wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken zwar mit Sicherheit aus», erläutert Olaf Schulz. «Doch sollte vorsorglich, um mögliche Risiken zu reduzieren, dafür gesorgt werden, dass auch unterhalb der Grenzwerte unnötig hohe Felder vermieden werden».

Quelle: dpa

(Quelle: Aponet.de)

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Pressemitteilung 25/01 München, 19. Januar 2001

Von Handy-Benutzung über Tempo-30-Zonen bis zum Kreisverkehr
Wichtige Änderungen der Straßenverkehrs-Ordnung ab 1. Februar

Zum 1. Februar 2001 treten wichtige Änderungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) mit erheblicher Bedeutung für die Autofahrer in Kraft. Darauf hat Innenminister Dr. Günther Beckstein heute in München hingewiesen. Die neuen Regelungen beziehen sich insbesondere auf das Telefonieren am Steuer, die Einrichtung von Tempo-30-Zonen, die Vorfahrt beim Kreisverkehr sowie das sogenannte Reißverschlussverfahren.

Im Einzelnen treten ab 1. Februar 2001 folgende neue Regelungen in Kraft:

1. Verbot des Telefonierens am Steuer:
Das Telefonieren während der Fahrt ist ab 1. Februar verboten, wenn das Handy oder der Hörer des Autotelefons in die Hand genommen werden muss. Dazu gehören neben dem Gespräch im Fernsprechnetz sämtliche Bedienungsfunktionen wie das Anwählen, die Versendung von Kurznachrichten (SMS) oder das Abrufen von Daten im Internet etc. ein, soweit dies unter Aufnahme oder Halten des Hörers erfolgt. Untersagt ist damit auch, das Handy oder den Hörer des Autotelefons zwischen Kopf und Schulter einzuklemmen, weil dazu das Gerät erst mit der Hand aufgenommen werden muss. Das Verbot gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschalten ist. Während der Fahrt oder bei laufendem Motor während des Stands des Fahrzeugs darf der Fahrzeugführer telefonieren, wenn er über eine Freisprechanlage verfügt. Verstöße werden nach einer zweimonatigen "Gnadenfrist" ab 1. April mit einem Verwarnungsgeld von 60 Mark geahndet. Das Gesetz gilt übrigens auch für Radfahrer. Hier sind 30 Mark Strafe fällig, wenn die Hände nicht am Lenker, sondern am Telefon sind.
Nicht erfasst von der Neuregelung ist dagegen die Verwendung von Betriebs- oder sonstigen Funkgeräten (z.B. CB-Funk)....

(Quelle:Bayerisches Staatsministerium des Inneren)

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Verkehrssicherheit
Freisprech-Einrichtung im Auto senkt das Unfallrisiko
Die aktuelle Unfallforschung belegt es: Laut einer Studie des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) steigt das Unfallrisiko beim Telefonieren während der Fahrt ohne
Freisprech-Einrichtung um den Faktor 6,5 an. Denn die mangelnde Konzentration kann Fahrfehler bedingen. Eine einzige Sekunde Ablenkung bei Tempo 100 hat eine "Blindfahrt" von über 28 Meter zur Folge.
Deshalb dürfen seit dem 1. Februar 2001 Handys oder Autotelefone im Straßenverkehr nicht mehr benutzt werden, wenn hierfür das Mobiltelefon gehalten oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen werden muss (§ 23 Abs. 1a StVO). Auch das Versenden von Kurzmitteilungen, das Abhören der Mailbox sowie das Abrufen von Daten aus dem Internet ist während der Fahrt untersagt. Wer dennoch nicht darauf verzichtet, muss seit dem 1. April 2001 mit einem Verwarngeld von 60 Mark rechnen.
Für sorgenfreies Telefonieren während der Fahrt gibt es so genannte Freisprech-Einrichtungen (FSE). Diese gibt es als Headsets (mit Ohrstecker), als Geräte zum Festeinbau sowie als spezielle Vorrichtungen für die Halterung handelsüblicher Mobilfunktelefone. Der Einbau einer Festinstallation sollte in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Dabei ist auf eine möglichst stabile Befestigung zu achten, und die Freisprecheinrichtung muss außerhalb des Airbag-Wirkungsbereichs liegen. Alle Bedienungselemente sollten sich in unmittelbarer Reichweite befinden und übersichtlich sein. Insgesamt sollte eine gut ausgestattete Freisprechanlage über folgende Funktionen verfügen:

  • Stabile Handy-Halterung
  • Automatische Rufannahme
  • Akku-Ladefunktion mit Überladungsschutz
  • Externer Antennenanschluss
  • Prüfzeichen CE
  • Automatische Stummschaltung für das Radio
  • Timer für die Abschaltautomatik
  • Voll-Duplex
  • Sprachanwahl
  • Kontinuierliche Tastenbeleuchtung
  • geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeanpassung

(Quelle:IZMF Informationszentrum Mobilfunk)

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Studie: Handy-Headsets strahlen doch weniger (09.08.2000)

Mit einer neuen Studie über die Schädlichkeit von Headsets für Handys stiftet das britische Handelsministerium Verwirrung. Laut der Studie ist die Strahlenbelastung beim Telefonieren mit dem Knopf im Ohr geringer als mit dem Handy am Ohr. Eine britische Verbraucherschutz-Organisation hatte kürzlich mit einer Studie das Gegenteil behauptet.

Laut der ersten  Studie der Verbraucherschutz-Organisation  Which? wirkt das Kabel zum Headset wie eine Antenne, die die dreifache Strahlenbelastung zum Kopf leitet. Die Mobilfunkindustrie hatte die Studie, in der zwei Headset-Anlagen getestet wurden, als unseriös bezeichnet. Die britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone und One2One hatten daraufhin bei SARtest eine eigene Studie in Auftrag gegeben, die die Ergebnisse des Which?-Tests widerlegten.

Die neue, von der Regierung ebenfalls bei SARtest in Auftrag gegebene Studie besagt, dass ein Headset die elektromagnetische Strahlung signifikant verringert. Das Handy selbst sollte dabei in der Tasche stecken und mit der Tastatur zum Körper getragen werden.

Das Kabel des Headsets sollte außerdem die Wange nicht berühren. So genannte "Worst Cases", bei denen die Strahlung bei Headsets sich erhöht, treten ein, wenn das Kabel des Headsets um die Antenne gewickelt ist und gleichzeitig die Wange berührt. Allgemein hat die Studie von  SARtest ergeben, dass die elektromagnetische Strahlung von Headsets weit unterhalb der Grenzwerte des "National Radiation Protection Board" liegt und auch die Normen der "International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection" einhält.

Das Ministerium hat die  Studie veröffentlicht. Bei SARtest selbst findet sich auch die  One2One-Studie und die  Vodafone-Studie. (uba)

(Quelle: tecchannel.de)

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Vorsicht Strahlung?
Erhöhtes Risiko für Kinder

Ganz ohne Risiko geht es nicht, denn ein Handy strahlt nun einmal. Weil Kinder und Jugendliche noch heranwachsen, sind sie auch stärker gefährdet. Das heisst jedoch nicht, dass sie auf keinen Fall telefonieren sollten - aber sie sollten lernen, wie sie es am besten tun. Beispielsweise sind Dauergespräche auf jeden Fall zu vermeiden.

[connect] - Die Diskussion um Elektrosmog und eine Gesundheitsgefährdung durch die Mobilfunktechnik hat viele Eltern verunsichert. Nach heutigem Kenntnisstand ist das Risiko jedoch gering. Allerdings: Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, setzt sich einem stärkeren elektromagnetischen Feld aus, als wenn er sich in der Nähe einer Mobilfunk-Basis-Station aufhält. Junge Menschen, deren Körper sich ja noch entwickeln muss, reagieren nach dem aktuellen Stand der Forschung empfindlicher auf die Strahlenbelastung als Erwachsene.

Richtiges Telefonier-Verhalten trainieren

Mit einigen Verhaltensregeln lässt sich das potenzielle Risiko deutlich minimieren. Diese sollten die Eltern möglichst auch selbst einhalten - das macht es für die Kinder plausibel und animiert sie eher dazu, sich daran zu halten:

  • Steht ein Festnetztelefon zur Verfügung, sollte es Ihr Kind anstelle des Handys nutzen.
  • Keine stundenlangen Dauergespräche - sagen Sie das auch wohlmeinenden Omas und Tanten, die Ihr Kind auf seinem Handy anrufen wollen.
  • Das Handy ausschalten, wenn es nicht benötigt wird.
  • Eingeschaltete Handys nicht direkt am Körper tragen.
  • Ein Headset reduziert die Stärke der elektromagnetischen Felder, die auf den Kopf einwirken.
  • Bei schlechten Empfangsverhältnissen steigt die Sendeleistung des Telefons. Ist der Empfang schlecht, sollten Kinder allenfalls kurz telefonieren.
  • Telefonate bei der Mitfahrt im Auto sollten Sie generell verbieten, da im geschlossenen Fahrzeug die Strahlungsbelastung höher

(Quelle:Bluewin AG)

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Debatte um Elektrosmog (08/2001)
Handy-Segen oder Gefahr?

Die Meinungen über die Gefährlichkeit von Handys gehen auch unter Wissenschaftlern krass auseinander. Ein Grund dafür: Für die „athermischen" Wirkungen auf den Menschen gibt es zwar epidemiologische Anhaltspunkte, sie sind aber noch nicht im Labor nachzuweisen. Eine großangelegte Studie von der WHO soll bis 2003 Klarheit schaffen....

...WAS TUN ZUR RISIKOREDUKTION
Wer schon vor dem Jahr 2003 auf Nummer sicher gehen und das Risiko durch den Handygebrauch senken will, sollte folgendes beachten:
- Headsettragen: Da die Feldstärke im Quadratzur Entfernung vom Sendepunkt abnimmt, ist es sinnvoll, Handys am Körper zu tragen und per Kabel mit dem Ohr zu verbinden...(
mehr...PDF)

(Quelle: Der Hausarzt )

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Telefonieren im Auto

Ein Handy muß im Auto oft mit voller Sendeleistung arbeiten, um aus der Karosserie heraus den notwendigen Kontakt herzustellen. Daher können sich im Auto relativ hohe Feldstärken mit sehr ungleichmäßiger Verteilung ergeben. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Außerdem wird eine mögliche Beeinflussung der Autoelektronik durch eine größere Entfernung zur Antenne stark verringert. Sinnvoll ist es, eine Außenantenne zu verwenden.

Telefonieren während der Fahrt vermindert die Konzentration auf den Straßenverkehr. Seit 1. Februar 2001 ist die Benutzung von Handys im Auto ohne Freisprechanlage strafbar und wird mit einem Bußgeld von DM 60 belegt. Nähere Informationen sind beim Bayerischen Staatsministerium des Innern abrufbar.

(Quelle:Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen)

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Vorsorge beim Mobilfunk (04.12.01)

Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys auftreten sind im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man z.B. durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist. Daher hält es das BfS für besonders wichtig, die Felder, denen die Nutzer von Handys ausgesetzt sind, so gering wie möglich zu halten und empfiehlt,

  • in Situationen, in denen mit einem Festnetztelefon oder mit einem Handy telefoniert werden kann, das Festnetztelefon zu verwenden.
  • Telefonate per Handy kurz zu halten. Sollten die elektromagnetischen Felder beim Telefonieren mit Handys ein gesundheitliches Risiko bewirken, kann ein kürzeres Gespräch zu einer Verringerung dieses möglichen Risikos führen.
  • Möglichst nicht bei schlechtem Empfang, z.B. aus Autos ohne Außenantenne, zu telefonieren. Die Leistung, mit der das Handy sendet, richtet sich danach, wie gut die Verbindung zur nächsten Basisstation ist. Die Karosserie von Autos verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet mit einer höheren Leistung.
  • Handys zu verwenden, bei denen der Kopf des Nutzers möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Die entsprechende Angabe ist der SAR-Wert (Spezifische Absorptions-Rate), Zulässig sind SAR-Teilkörperwerte bis maximal 2 Watt pro Kilogramm (gemittelt über 10 Gramm). Die Hersteller von Handys planen, ab Herbst 2001 SAR-Werte anzugeben, die unter festgelegten Bedingungen ermittelt wurden.
  • Abgesetzte Kopfhörersysteme - sogenannte "Head-Sets" zu verwenden. Die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Antenne schnell ab. Durch die Verwendung von Head-Sets wird der Abstand zwischen Kopf und Antenne stark vergrößert, der Kopf ist beim Telefonieren geringeren Feldern ausgesetzt.

(Quelle: BFS-Bundesamt für Strahlenschutz)

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Aktuell (09.10.2001)

Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy

Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt. Auch Handys strahlen diese Felder aus, und das direkt am Kopf. Zur Zeit gibt es bei Einhaltung der Grenzwerte keine wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Trotzdem hält es das BfS aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes (Vorsorge) für zweckmäßig, dass diese elektromagnetischen Felder so gering wie möglich gehalten werden. Vorsorge ist sinnvoll, weil es noch offene Fragen über die gesundheitlichen Wirkungen der Felder gibt.

Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys auftreten, sind im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man z.B. durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist. Daher hält das BfS es für besonders wichtig, die Felder, denen die Nutzer von Handys ausgesetzt sind, so gering wie möglich zu halten und empfiehlt:

  • In Situationen, in denen genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy telefoniert werden kann, sollte das Festnetztelefon genutzt werden.
  • Telefonate per Handy sollten kurz gehalten werden. Falls die elektromagnetischen Felder beim Telefonieren mit Handys ein gesundheitliches Risiko bewirken sollten, kann ein kürzeres Gespräch zu einer Verringerung dieses möglichen Risikos führen.
  • Möglichst nicht bei schlechtem Empfang, z.B. aus Autos ohne Außenantenne, telefonieren. Die Leistung mit der das Handy sendet, richtet sich nach der Güte der Verbindung zur nächsten Basisstation. Die Autokarosserie z.B. verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung.
  • Verwenden Sie Handys, bei denen Ihr Kopf möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Die entsprechende Angabe dafür ist der SAR-Wert (Spezifische Absorptions Rate). Die Hersteller der Handys planen, ab Herbst die unter festgelegten Bedingungen ermittelten SAR-Werte anzugeben.
  • Nutzen Sie Head-Sets. Die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Antenne schnell ab. Durch die Verwendung von Head-Sets wird der Abstand zwischen Kopf und Antenne stark vergrößert, der Kopf ist beim Telefonieren geringeren Feldern ausgesetzt.
  • Nutzen Sie die SMS-Möglichkeiten, da Sie dann das Handy nicht zum Kopf führen müssen.
  • Ganz besonders gelten diese Empfehlungen für Kinder, da diese sich noch in der Entwicklung befinden und deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren könnten. Mit den oben aufgeführten Empfehlungen lässt sich die persönliche Strahlenbelastung einfach und effizient minimieren, ohne auf die Vorteile eines Handys verzichten zu müssen.

(Quelle: BFS- Bundesamt für Strahlenschutz)

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Hörer-Service Westzeit

HANDY, COMPUTER UND INTERNET
- WIEVIEL NEUE MEDIEN BRAUCHT DAS KIND ?

Sendung vom 18.07.2001 mit Dr. Steffen Riegel

Die jungen Menschen wachsen mit den neuen Medien wie selbstverständlich auf. Für sie sind es eben nicht die neuen, sondern die normalen Medien, die zu ihrem Alltag gehören, wie das Telefon und das Auto zum Alltag ihrer Eltern.
Kinder sind schneller, intensiver und kompetenter am Zahn der Zeit, und es gehört zum „ In-Sein", über Fernsehprogramme mitreden zu können, ein modernes Handy sein eigen zu nennen und das Internet-Medium zum Austausch mit anderen zu nutzen...

HANDY
Eine britische Expertengruppe warnte bereits im vergangenen Jahr Eltern davor, ihren minderjährigen Kindern ein Handy zu geben. Die noch dünne Schädeldecke und die noch nicht abgeschlossene Wachstumsphase setze Kinder bis 16 Jahren einem erhöhten Rsiko durch elektromagnetische Strahlen aus. So könnten sich eventuell bestehende Hirntumore schneller entwickeln. Kinder sollen danach durch die noch nicht abgeschlossene Entwicklung ihres Nervensystems und die höhere Aufnahmevon Strahlung ins Körpergewebe stärker gefährdet sein als Erwachsene.

Die englische Studie hat gezeigt, dass sich bei Jugendlichen das Blutkrebsrisiko verdreifacht. Des weiteren könnten Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erinnerungsstörungen die Folge sein. Andererseits könnten, so die Meinung einiger Pädagogen, Kinder und Jugendliche darunter leiden, wenn sie ohne Mobiltelefon nicht an der damit verbundenen Kommunikation teilnähmen und eventuell auch aus Prestigegründen zu Außenseitern würden...

...Für die Eltern sollte sich die Lösung aus den beschriebenen Nachteilen ergeben:

  • Kinder sollen zur umsichtigen Benutzung angehalten werden und auch die Freisprechsysteme (Headset ca. 35 DM) nutzen....(mehr...PDF)

(Quelle:WDR)

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